Was die Vorschriften verlangen

§ 6 Abs. 12 GefStoffV

Der Arbeitgeber führt ein Verzeichnis der im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe, das auf die Sicherheitsdatenblätter verweist: Bezeichnung, Einstufung oder gefährliche Eigenschaften, Mengenbereiche und Arbeitsbereiche. Ausgenommen sind nur Tätigkeiten mit geringer Gefährdung.

RiSU I-3.2.3

In der Schule führt die Schulleitung das Verzeichnis aller verwendeten Gefahrstoffe. Es muss allen betroffenen Beschäftigten zugänglich sein, darf als Datei geführt werden, wird bei wesentlichen Änderungen fortgeschrieben und einmal jährlich überprüft (RiSU der KMK, Stand 21.09.2023).

Mindestangaben nach TRGS 400

Bezeichnung, Einstufung nach CLP, Mengenbereich und Arbeitsbereiche. Genau diese Spalten druckt das Inventar, dazu Lagerort, Lagerklasse und den Verweis auf das Sicherheitsdatenblatt.

Vorräte einmal im Jahr prüfen

Die RiSU verlangt, Gefahrstoffvorräte mindestens einmal im Jahr auf Kennzeichnung und Zustand zu prüfen. Ablaufdaten und Mindestmengen im Inventar zeigen, was dabei auffällt.

So entsteht das Verzeichnis

1. Chemikalien erfassen

Name, CAS-Nummer, SMILES oder den Barcode der Flasche eingeben. Der Katalog mit über 48.000 Stoffen ergänzt Signalwort, Piktogramme und H-Sätze. Die Bezeichnung tragen Sie so ein, wie sie auf dem Etikett steht, gern auf Deutsch.

2. Vorhandene Listen übernehmen

Eine CSV-Datei aus Excel oder der bisherigen Liste importieren, mit Komma oder Semikolon und deutschen Spaltennamen wie Bezeichnung und CAS-Nr. Die Vorlage oben hat alle Spalten und fünf Beispiele; in Excel füllen und importieren.

3. Lagerort und Menge pflegen

Raum, Schrank, Menge, Mindestmenge und Ablaufdatum. Die Lagerklasse folgt aus den H-Sätzen nach TRGS 510 Anlage 2, die Zusammenlagerung je Schrank wird nach Tabelle 12 geprüft.

4. Drucken, prüfen, unterschreiben

Der Ausdruck enthält Bezeichnung, Einstufung, Menge, Lagerort, Arbeitsbereiche und Sicherheitsdatenblatt, mit Zeilen für Prüfer, Datum und Unterschrift.

Passende Werkzeuge

Häufige Fragen

Was kostet das?

Nichts. Das Inventar ist kostenlos, ohne Testphase und ohne Werbung.

Wo liegen die Daten?

Ohne Anmeldung speichert das Inventar die Liste nur in diesem Browser auf diesem Gerät. Mit Anmeldung liegt sie im Konto und ist auf jedem Gerät verfügbar; wer das Konto löscht, löscht auch das Inventar. Eine CSV-Sicherung ist jederzeit mit einem Klick möglich.

Ist die Oberfläche deutsch?

Oberfläche und Ausdruck sind derzeit englisch; der Ausdruck trägt den Untertitel Gefahrstoffverzeichnis nach § 6 Abs. 12 GefStoffV. Die Bezeichnungen der Stoffe tragen Sie selbst ein, und der CSV-Import versteht deutsche Spaltennamen.

Woher stammt die Einstufung?

Aus der harmonisierten Einstufung nach CLP Anhang VI, wo es eine gibt, sonst aus den zusammengefassten Meldungen an die ECHA, über PubChem. Fehlt eine Einstufung, steht dort ausdrücklich, dass das Sicherheitsdatenblatt maßgeblich ist; das Inventar rät nie.

Und DEGINTU?

DEGINTU der DGUV ist ebenfalls kostenlos, nach Registrierung der Schule, und bietet zusätzlich Gefährdungsbeurteilungen für Versuche. Das Inventar hier läuft sofort ohne Konto, steht auch Laboren und Hochschulen offen, prüft die Zusammenlagerung je Schrank und gibt jede Liste als CSV heraus. Beides lässt sich nebeneinander nutzen.

Wie viele Chemikalien passen hinein?

Bis zu 5.000 Einträge pro Konto, genug für die Sammlung einer ganzen Schule.

Fragen oder Wünsche?

Schreiben Sie an support@chempirical.com.